Honda Insight Forum

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 Betreff des Beitrags: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 07.11.2019, 09:08 
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Hallo,

aus gegebenem Anlass (siehe Rubrik "Suche") beschäftige ich mich mit den Optionen, welche es für einen Akku Austausch gibt.
Ich kenne natürlich das Angebot von Peter Perkins.
Wenn man sich im Netz etwas umschaut gewinnt man den Eindruck, dass sich rund um das Thema "Hybrid Akku Refurbishment" auch in Europa eine kleine Industrie aufbaut.
Ich habe zum Beispiel diese beiden Firmen gefunden:

https://www.battery-bna.com/de/#hybrideaccu-pakket
http://hybridcare.de/

Gibt es diesbezüglich hier jemand irgendwelche Erfahrungen?

Wenn man hier mitliest bekommt man allerdings das beklemmende Gefühl, dass die meisten ZE1 irgendwo aufgebockt auf eine bessere Zukunft hoffen.

Wie viele von Euch fahren denn ihr Schätzchen noch auf der Strasse?

Grüsse
Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 07.11.2019, 11:37 
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Ich fahr ihn noch, wenn auch nur 1-2 Mal pro Woche.

Die eine Firma hat den Sitz in Polen, die andere in Holland? Eine Website ist schnell gebastelt...

Meine Batterie ist nun bald 10 Jahre (2010 neu von Honda), sicher nicht mehr taufrisch, aber noch gut. Sollte sie einmal erneuert werden müssen, dann würde ich zuerst Honda direkt anfragen, welchen Preis sie aufrufen. Vor Jahren hat es in D ca. EUR 1600 gekostet. Das ist nicht viel teurer als die genannten Alternativen. Bei denen läuft es ja meist so: chinesische Zellen rein, Marge drauf, Lobhudelei und Marketing-Schwall im Internet und fertig ist das Lockvogel-Angebot. Bei der Honda-Batterie weiss man, was man hat. Für Basteleien und halbe Sachen fehlen mir die Zeit und die Nerven.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 07.11.2019, 13:39 
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Hallo,
das letzte was ich aus einem Gespräch mit einem Honda Händler in Erinnerung habe war ein Betrag um die 2.500€ inklusive Einbau...
Grüsse
Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 07.11.2019, 13:50 
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Wann war dies ungefähr?

Meine Angabe von EUR 1600.- war glaub ich nur für die Batterie und vor 10 Jahren oder so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 08.11.2019, 05:47 
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Die Batterie bei meinem Wagen wurde 08/2013 getauscht. Ich habe mit dem Wagen die Rechnung, sowie einen damaligen Kostenvoranschlag mitbekommen. Das Angebot was 1929.-USD, auf der Rechnung stehen 1949.-USD plus Arbeitszeit etc.
Seitdem wurde er nur etwa 800 Meilen bewegt. Da der Vorbesitzer ein Sammler war, gehe ich aber davon aus, dass er Batteriepflege betrieben hat. Bei den wenigen Fahrten, die ich bis jetzt gemacht habe, konnte ich nichts negatives feststellen, was die Batterie betrifft. Sie scheint stark zu sein.
Sollte es mit der Typisierung nicht klappen (wonach es derzeit leider aussieht) und das Fahrzeug zum Stehzeug werden (außer für gelegentliche Fahrten mit Werkstattkennzeichen), würde ich wohl, wenn's soweit ist, in keine neue Batterie mehr investieren, sondern das tun, was in den USA häufig zu lesen ist, ich würde diesen "Bypass" installieren um auch ohne Batterie fahren zu können. Jedoch nur, wenn dies reversibel ist. Nach heutiger Gesetzeslage wäre er in ca.10 Jahren ein Oldtimer (30 Jahre) und dann geht vieles mit der Zulassung was vorher nicht geht.
Gruß aus Wien
Robert


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 08.11.2019, 08:39 
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Klar kann man die IMA-Batterie deaktivieren, aber dann wird er definitiv zur lahmen Ente. Dann kann man kaum mehr vernünftig im Verkehr mitschwimmen. Ohne funktionierendes IMA würde ich den Wagen loswerden wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 08.11.2019, 08:44 
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Hallo,

war auch meine spontane Reaktion:

Das Gesamtpaket macht es beim ZE1.

Ohne Ima ist das Auto sinnbefreit...

Grüsse

Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 08.11.2019, 09:18 
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Alle Hybridfahrzeuge sind quasi 'zum Fahren verdammt' und 10 Jahre sind noch sehr weit weg...auf dem Markt bewegt sich auch kaum etwas.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 13.11.2019, 05:10 
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10 Jahre sind lang aber retrospektiv betrachtet, dann doch wieder schnell vorbei....
Nein, es ist nicht meine Absicht den Bypass bei der Batterie zu verlegen. Wenn ich allerdings das Fahrzeug nicht typisiert bekomme und vielleicht zweimal im Jahr mit einem Werkstattkennzeichen fahren kann und in dieser Zeit bis zum Oldtimer (10 Jahre) die Batterie den Geist aufgibt, dann würde ich mir temporär den Bypass überlegen. Ich bin schließlich nicht der Feind meines eigenen Geldes indem ich eine neue Batterie einbaue und diese dann durch die Standzeit (bis zum Oldtimerstatus) wieder kaputt wäre.
Aber wie gesagt, es ist nicht geplant, vielmehr strebe ich nach wie vor die Typisierung an und schaue dass die derzeit gute Batterie durch regelmäßiges Laden/Entladen möglichst lange so bleibt.
Mir, als Sammler, geht es hier nicht in erster Linie um das Fahren. Es ist und war nie geplant den Wagen im täglichen Einsatz zu benutzen. Dafür haben wir zwei Elektroautos und einen Plug-in-Hybrid. In meiner persönlichen Betrachtung ist der ZE1 in gewisser Weise ein Meilenstein, sowohl im Aussehen als auch in der Technik und im Karosseriebau. Immer wieder wundere ich mich, welch gigantischen Aufwand Honda hier betrieben hat, viele Teile scheint es explizit nur im ZE1 zu geben. Mit den verlangten 20.000USD hat Honda wohl bei jedem Exemplar kräftig draufgelegt.
Als Sammler kam auch nur ein Citrus für mich in Frage. Ich glaube, dass speziell diese derzeit am Weg in Sammlerhände sind.

Kennt ihr dieses Video?
https://www.youtube.com/watch?v=hIBJjAbtnmk

Gruß Robert


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 14.11.2019, 15:07 
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Also meine Karre wird noch bis zum Gnadenschuss gefahren. Die Perkins-Batterie kann ich nicht empfehlen, ich glaube auch nicht, dass deine Batterie Schaden nimmt, wenn du den Wagen 2,3mal im Jahr bewegst. Jeweils 1h Landstraße, dann ist sie voll und kann sich die nächsten Monate gemütlich entladen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 15.11.2019, 14:42 
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Gibt da noch einen Holänder. Keine Ahnung, ob der was taugt.

https://www.hybride-shop.nl/?v=8846e0dd0a2d


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 04.05.2020, 16:32 
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Hallo zusammen,

möchte unter dieser Rubrik (Austausch Akku) gerne folgende Geschichte erzählen. Mein gebraucher 'refurbished' Akkusatz aus den USA (siehe Rubrik 20 gebrauchte Sticks aus den USA) hat leider nur 3 Jahre gehalten. Ich habe versucht aus den noch älteren Originalzellen, die ich aufgehoben habe, und diesen refurbished Zellen eine neue Kombination zu kreieren, aber das klappte leider nicht, obwohl in beiden Sets noch 80 % der Sticks O.K. waren. So bin ich nun ein halbes Jahr mit Battery-Schalter OFF herumgefahren - das war so schrecklich: das Geräusch des 12V-Anlassers und das mühevolle Fahren mit höherer Drehzahl!
Akkus austauschen klappt inzwischen bei mir gut und so nahm ich die Not zum Anlass, gründlich nach brauchbaren Lösungen zu recherchieren. Habe alle hier im Forum genannten Adressen in USA, Holland, Polen und UK angeschrieben, hab noch eine zusätzliche in den USA gefunden, bin dann aber schließlich in Australien gelandet:
https://www.hybridbatteryrebuild.com.au

Mit John Vanderreyen hatte ich eine sehr gute Konversation. Der Deal lief dann so ab: Er veranlasst bei seinem Lieferant in China eine Bestellung nach Deutschland und ich bezahle 1.104 €. Das Gute an der Sache war, dass er auch Details miteinbedacht hat, z.B. dass man die 20 PTC-Strips von alten Sticks in die neuen 'einschrumpfen' muss (er hat deshalb genügend Schrumpffolie mitliefern lassen - das war eine lustige Arbeit, die Akkuhüllen mit dem Fön zusammenschrumpfen zu lasssen).
Die Lieferung war dann aber dochnoch abenteuerlich. Zuerst (Mitte Januar 2020): Lieferung verzögert sich weil der Lieferant im Urlaub ist (chin. Neujahrsfest und so). Dann Ende Januar: Lieferung verzögert sich wegen Corona in China. Dann Mitte März: Lieferung läuft, aber Versand verzögert sich, weil kaum noch Flugzeuge nach Europa fliegen. Anfang April war sie dann aber da - geliefert von UPS (Steuern und Zoll fiel nichts mehr an - war wohl schon in allem inkludiert).
John ist ein Pragmatiker der alten Schule: Er repariert in Australien vor allem Hybrid-Taxen und hat den Anspruch, dass seine Batterien nachher haltbarer sind als die urprünglichen, weil er beispielsweise zusätzliche Maßnahmen gegen Überhitzung der Akkus einbaut. Und so ist es mir lieber, die Akkus indirekt von Ihm aus China bekommen zu haben als irgendwie/irgendwo aus China. Seine Anleitungen und Tipps waren prima und der Kontakt ist so fein, dass ich bestimmt auch immer mal wieder etwas fragen darf (Momentan hat er eh mehr Zeit, weil kaum mehr Taxen fahren..., aber so meint er: Nachher ist umso mehr zu tun, weil die ganzen Akkus durch Nichtbenutzen Ihren Geist aufgeben...)
Ja so hoffe ich, hier eine nette Geschichte zur Freude/Unterhaltung anderer unterzubringen!
Gleichzeitig kann diese Erzählung gewissermassen auch als kleiner Chronikbericht bezüglich der unglaublichen Zeit, die wir gerade erleben, angesehen werden - so etwas muss doch auch hier um Forum dokumentiert werden.

In einem weiteren Post habe ich vor, mal alle Infos zum Akkutausch, die die hier in den letzten Jahren Eingang gefunden haben, zusammenfassen und mit meinen Erfahrungen zu ergänzen.

Viele Grüße

Achim


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 08.05.2020, 15:04 
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Super, ich hatte schon die Hoffnung verloren! Mit dem direkten Import aus China über Alibaba klappt das nicht bei mir, jetzt versuche ich das auch mal in Australien.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 14.05.2020, 15:39 
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Hallo Achim!
Kannst Du uns sagen, welchen Typ Zellen Du hast (hast Du vielleicht ein Bild davon?).
In China sind diese 10000 mAh Zellen ("Kingkong") sehr verbreitet, über die im USA Forum sehr gelästert wird.

Ich habe einen Akku von dem bekannten Insight-Guru aus den UK bekommen, der bisher auch nur mittelmäßig funktioniert hat, aber er hat mir günstig gebrauchte Zellen des gleichen Typs verkauft, und bietet normalerweise Gewährleistung.
Außerdem muss man auch mit der Statistik rechen. Bei einer Zelldefektrate von 0.01% ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle 120 Zellen in Ordnung sind, trotzdem nur 88%. Da wir hier nicht von Großserienproduktion mit extrem strenger Qualitätskontrolle wie vielleicht bei Panasonic reden, kann ich damit leben, dass mal ein Stick Kapazität verliert und ausgetauscht werden muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 14.05.2020, 16:42 
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0.1 % hoch 120 -> 88%

Panasonic wird seine Zellen speziell behandeln, bauen oder testen, damit sie als OEM-Batterie 10+ Jahre halten. Diese Geheimnisse weiss nur Panasonic. Das wird aber auch ein Grund dafür sein, dass Japan die Hybridkomponenten bisher immer in Japan und nicht ausserhalb davon baute. Das kann an den Bestandteilen der Zelle oder an den Testzyklen liegen. 10 Jahre können sie die Zellen nicht testen, bevor sie diese ausliefern, aber bei einem Stresstest fliegen die Zellen, die die engen Toleranzwerte überschreiten, raus. Dort dürfte unter anderem das Geheimnis der Panasonic-Zellen liegen.

Dann kommen die Chinesen und bauen Zellen nach und der Rest der Welt glaubt: Batterie = Batterie. Das geht vielleicht ein paar Jahre gut und dann sind sie im Eimer, deutlich früher als eine neue OEM-Batterie.

Ich will nicht Spielverderber sein, aber solange es neue OEM-Batterien von Honda gibt und diese +-+ EUR 1600 kostet, würde ich keine China-Zellen einbauen wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Austausch Akku
BeitragVerfasst: 17.05.2020, 07:37 
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Vielen Dank für Eure Beiträge, das passt nun wunderbar zu dem Vorhaben, hier mal alles aufzuschreiben, was ich inzwischen über den Akkutausch weiß. Vorab ein Hinweis: Ich nenne das ganze Miteinander von 20 NiMH-Akkus „Hochvoltbatterie“ (144 V) und bei einzelnen NiMH-Akkus spreche ich von „Akku-Sticks“ (je 7,2 V).
Zum Thema „Neue Hochvoltbatterie vom Hersteller“: Ich hatte anno 2015 beim Händler in D nachgefragt, da lag der Preis deutlich höher als 1799,- €. Könnte von Euch mal jemand in CH und in D nachfragen, wie der Preis derzeit (Stand 2020 / mit und ohne Einbau) liegt und das im Anschluss an diesen Beitrag posten? Bei mir war es 2015 so, dass ich nicht das Geld für einen neuen Akku investieren wollte, weil ich mir nicht sicher sein konnte, ob der Motor länger durchhält. Inzwischen bin ich da aber guter Dinge!
Welche Akkusticks gibt es nun grundsätzlich:
1) Originalakkus: Zu den Panasonic-Originalakkus findet wenig valide Infos im Netz und vor allem keine Bezugsquellen. In unserem Forum wurde bereits erwähnt, dass diese Akkus bei Honda nicht auf Lager sind, sondern bei Bestellung frisch zusammengestellt werden und das ist gar nicht ohne, denn es reicht nicht 20 neue Sticks in ein Hochvoltbatteriegehäuse einzubauen; die 20 Sticks müssen vielmehr darauf getestet sein, dass sie gut zusammenpassen („balanced“ ist das englische Fachwort) und - was vielleicht weniger bekannt ist: In jeden Akkus-Stick muss zusätzlich ein PTC-Strip unter der Schrumpffolie eingearbeitet worden sein (ich saß einen Samstagnachmittag dran, um das bei meinen 20 Sticks zu machen). Diese Maßnahme ist eine historische Angelegenheit, die gewissermassen unserem Liebhaberauto geschuldet ist, denn ab 2006 waren in Hybridautos keine PTC-Strips an den Akkusticks mehr vorgesehen. Die PTC-Strips sollten zusätzliche Sicherheit in Bezug auf die mögliche Überhitzung des Akkus geben. Auch unter diesem Gesichtspunkt: Wenn es die Möglichkeit gibt, noch einen Originalersatzakku zu einem fairen Preis zu bekommen: eine gute Wahl! Also wiederhole ich meine Bitte um Rückmeldung, wie die Preise derzeit liegen!
2) Regenerierte Akkus würde ich für unsere Youngtimer nicht empfehlen: Aus den USA (Hybridrevolt) und aus Holland (battery-bna.com) kann man das kriegen: Es wird eine Garantie von max. 6 Monaten gegeben und wenn man die Rückmeldungen dazu liest bzw. auch aus meiner eigenen Erfahrung, muss man zufrieden sein, falls das Ganze 2-3 Jahre durchhält.
3) Aus zwei Akkus-Sets von zwei Autos ein funktionierendes Set zusammenstellen: Klingt erfolgsversprechend, denn bei einer defekten Hochvoltbatterie funktionieren meist 70-80 % der 20 Akkusticks noch gut. Aber: Erst mal muss man die defekten Akkus herausfinden: Viel Messen und Aufladen / Entladen bedeutet das. Am Ende war’s bei mir so: Die funktionierenden Akkus aus dem einen Set ließen sich nicht in Einklang bringen mit denen aus dem anderen Set. Die einen hatten ein ‚weiches‘ Ladeverhalten: Die Spannung ging beim Laden linear hoch bis 8,2 V. Die anderen hatten ein mehr hartes Verhalten: Die Spannung ging erst linear hinauf, gegen Ende schnellte sie aber hoch bis 8,5 V. Ungleiche Spannungen in den 20 Sticks sind die Hauptursache für das Aufleuchten des IMA-Lämpchen: Ich habe die disharmonische Batterie trotzdem mal ausprobiert: Bei der zweiten Ausfahrt spackte schon die Autostopp-Funktion (typisch für eine Batterie, die sich bald verabschiedet) und nach einer Woche war wieder Schluss – wie gesagt: in dem beschriebenen Fall war das vorhersehbar. Ein weiteres Argument, das dagegenspricht, wurde im Forum auch schon früher genannt: Die Materialermüdung z. B. an Lötstellen der Akkusticks sorgt dafür, dass bald wieder der eine oder andere Sick ausfällt und dann geht’s wieder von vorne los.
4) 8,5 Ah-Akkus. Sie werden seit ca. 8 Jahren beworben von Bumble Bee und Hybridrevolt in den USA und von Peter Perkins in GB. Sie seien besser als die 6,5 Ah-Originalakkus. Normalerweise werden die Akkusticks schon fertig eingebaut in ein Batteriegehäuse verschickt und man ist verpflichtet, die eigene alte Hochvolt-Batterie zurückzuschicken. Das ist allerdings nur innerhalb der USA praktikabel (Peter Perkins macht das erst gar nicht, d.h. man muss zu ihm nach England fahren, worüber auch bereits im Forum berichtet wurde). Aber: Bei Hybrid Revolt und bei Peter Perkins kann man auch bloß ein Set mit 20 Sticks bestellen, welches man selber einbaut (Hybrid Revolt: 1499,- USD, Perkins: 1900,- Britische Pfund, BumbleBee liefert nicht nach D). Komischerweise habe ich nirgends rausfinden können, was das eigentlich für Akkus sind bzw. wo sie hergestellt werden. Wichtig ist aber: Sie passen laut BumbleBee ohne weitere Veränderungen in das Original-Setting, doch sind sie nicht kompatibel zu den 6,5 Ah-Akkus, d.h. wenn man teilweisen Ersatz braucht, dann darf man die beiden Sorten nicht mixen. Interessant ist auch: Während vor einigen Jahren nur die 8,5 Ah-Akkus als Austausch-Akkus beworben wurden, haben die Rebuilder mittlerweile auch verstärkt 6,5 Ah-Akkus ins Portfolio genommen, welche offensichtlich aus China stammen, womit wir beim nächsten und letzten Thema wären:
5) 6,5 Ah-Sticks aus China. Dafür, dass dies – Stand 2020 – kein abwegiges Unterfangen mehr ist, gibt es ein theoretisches und ein praxisnahes Argument. Das theoretische Argument geht so: Wenn wir heute die Qualität aus China mit der aus Japan (Panasonic) vergleichen, dann geht es uns in etwa so wie im Film „Zurück in die Zukunft“. Da sagt der geniale Doc, der – wohlgemerkt – im Jahre 1955 in den USA lebt, und ein japanisches Bauteil aus dem Jahre 1985 (eben aus der Zukunft) in die Hände kriegt, zu Marti: „Das kann ja gar nicht funktionieren: Auf dem Bauteil steht ja ‚Made in Japan‘!“). Will sagen: Anno 2020 dürfen / müssen wir China den Status des zukünftigen Weltmarktführers in Sachen E-Mobilität zuerkennen und sollten nicht dazu neigen, dies alles noch zu unterschätzen. Vor fünf Jahren hätte ich nicht daran gedacht, aus dem Wirrwarr auf Alibaba etwas zu bestellen und dann auf gut Glück in das Auto einzubauen. Aber – und jetzt komme ich zum praxisnahen Argument: Seit ca. drei Jahren sind auch in Europa Hybridrebuilder auf dem Markt, um die Lebenszeit älterer Hybridautos – viel Taxis sind darunter – zu verlängern und die setzen ganz auf die Akkus aus China. Wie bereits gesagt: die Rebuilder aus USA haben diese mittlerweile auch verstärkt im Portfolio. Mein favorisierter Rebuilder aus Australien gibt 3 Jahre Garantie auf die China-Akkusticks. Meine Bitte, 21 Sticks zu besorgen, damit ich zur Not einen auf Ersatz habe, beantwortete er dergestalt, dass er sagte, die China-Pakete seien fest auf 20 Stück genormt und außerdem sei es seiner Erfahrung nach eher unnötig. (Die bisher so stark beworbenen 8,5 Ah-Sticks hat er gar nicht mehr im Angebot). Ich habe Ihn auch mal nach den Unterschieden bei der Kapazität befragt und insbesondere auf das 10 Ah-Versprechen der Firma Kong-Kong (der Name klingt schon ein bisschen abschreckend) aus Shenzhen angespielt und er antwortete so: Bei den 6,5 Ah-Akkus kann man das im Prinzip sehen, wie man will: Theoretisch geben die schon deutlich mehr als 6,5 Ah ab, aber wenn die Spannung zu niedrig ist, lässt sich diese Restkapazität nicht nutzen. Die Akkus, die er mir schickem ließ waren übrigens grün ummantelt und trugen die Aufschrift 7,2 V - 6 Ah. Der Hersteller ist leider nicht – auch nicht im Lieferschein – zu erkennen (insofern kann ich mir ein Foto davon sparen – mehr Infos hab ich einfach nicht).
Insgesamt ist zu den Bezugsquellen Folgendes zu sagen: Direkte AliBaba-Bestellungen scheinen, wie im Forum erwähnt wurde, nach wie vor zu scheitern; Hybrid Revolt aus USA und Hybridrepair aus Australien liefern nach Europa. Vom Unternehmen aus Holland (battery-bna.com) weiß ich Folgendes: Sie verwenden unsere ‚Oldi‘-Akkusticks mit PTC-Strip gar nicht, da heute fast nur noch doppelt-verbundene Sticks mit 14,4 V gebräuchlich sind. Sie sagen, es sei aber für den Laien schwierig, diese Doppelsticks mechanisch aufzutrennen. Sie würden diese Auftrennung zur Not vornehmen, sagen aber, man solle doch vielleicht schauen, ob man einzelne 7,2 V-Akkusticks herkriegt. Kompetent und hilfsbereit sind die aber auf jeden Fall (d.h. wenn man passende Sticks besorgt hat und nicht selber einbauen will, dann könnten die das gut machen). Ach ja: da gibt es noch ein Unternehmen aus Polen, das im Forum erwähnt wurde; es ist sich zu schade, auf so eine spezielle Anfrage zu antworten und die zuletzt neu erwähnte zweite Adresse aus Holland müsste man mal testen.
In meinem Fall kamen die 20 Sticks ordnungsgemäß per UPS an und hatten nach 3-4 Wochen Transportzeit praktisch alle exakt eine Spannung von 7,90 V – nur zwei Sticks hatten 7,89 V. Welch minimaler Unterschied - das ist sehr vertrauenserweckend. Ich muss meinen Anbieter mal fragen, ob einzelne Sets vor dem Transport speziell abgestimmt werden, so dass nur innerhalb des Sets die gleiche Spannung vorliegt oder ob die Qualität über alle produzierten Sticks so sehr gleich ist.
Ich persönlich glaube, dass es schon diverse Gründe geben kann, Ersatz aus China zu verwenden, weil es sich mehr und mehr als nachhaltige Alternative zu den Originalakkus zu bewähren scheint. Sicheres weiß ich erst in ca. 5 Jahren. Diesen post habe ich vor allem auch deshalb geschrieben, weil es doch sein kann, dass der Originalhersteller Honda irgendwann aufhört, solchen Aufwand für unsere Youngtimer / bald Oldtimer zu betreiben und wir uns dann sowieso anderweitig umsehen müssen...

Viele Grüße

Achim


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