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 Betreff des Beitrags: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 02.04.2010, 17:38 
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Nach ca. 1'000 km und einem Monat Fahrpraxis scheine ich den Dreh herauszuhaben, wie man mit dem Gerät möglichst wenig Sprit braucht.

Zunächst fällt auf, dass der IMA-Motor mit dem Benzinmotor gekoppelt ist (welch wundersame Erkenntnis! :D), und zwar in der Art und Weise, dass man die volle Unterstützung des IMA-Motors nur mit voll durchgetretenem Gaspedal erhält. Dabei läuft auch der Benzinmotor am Anschlag, im 5. Gang werden ca. 5l/100 km angezeigt. Ich denke, dass die Leistung des Benzinmotors reduziert wurde, also keine Volllastanfettung enthält. Die volle Unterstützung des IMA erhält man nur mit Vollgas. Was ich aber möchte, ist volle IMA-Unterstützung im Magermixbetrieb. :idea: -> MIMA

Fahre ich los, gebe ich im 1. Gang Halbgas, denn schon leuchtet die Schaltlampe (man solle bitte schalten), im zweiten Vollgas, um den Assist zu maximieren, bei 30 km/h in den 3., wieder Vollgas, bei 40 in den 4., bei 50 in den 5. In allen Gängen immer Vollgas, bis man im 5. die gewünschte Geschwindigkeit erreicht hat, danach so schnell und so lange wie möglich in den Magermix (Anzeige ca. 2l/100km). Vorteil: Es geht zügig vorwärts, man hält niemanden auf.
Solange es konstant geradeaus geht, ist der Magermix-Betrieb mein Freund. Zwei Probleme: Geschwindigkeitsänderungen, hügelige Landschaft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 02.04.2010, 17:38 
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Geschwindigkeitsänderungen
Geht es von 50 auf 80, einfach Vollgas im 5.
Geht es von 80 zurück auf 50, Bremsen vermeiden, frühzeitig vom Gas (Schubabschaltung) und bei grösseren Geschw.änderungen Bremsen leicht antippen, damit die Batterie voll geladen wird.

Hügelige Landschaft
Keine Strecke ist topeben, in den USA vielleicht, aber bei uns in der Schweiz jedenfalls nicht. Angenommen, die gesetzlich limitierte Geschw. ist 50, dabei geht es mal leicht rauf, dann mal leicht runter. Immer im Hinterkopf: der Magermix ist der beste Freund. Würde man die Geschw. konstant halten, würde das etwa so aussehen:

Fahrmodi Beschleuigung
- 1. geradeaus Magermix 2l/100 km
- 2. leichte Steigung kein Magermix 4l/100 km
- 3. stärkere Steigung kein Magermix 6l/100 km (ohne Assist)
- 4. geht es noch steiler bergauf wieder kein Magermix 6l/100 km MIT partiellem Assist
- 5. noch steiler wie vorher, aber voller Assist
- 6. und zu guter letzt: man verliert trotz Vollgas im 5. an Geschw.: also runterschalten

Wünschenswert: 1 und 5, in dieser Reihenfolge
Weniger wünschenswert: 2, 4, 3

1 ist klar. 5 nicht unbedingt, soll wie folgt erklärt werden, womit wir von der konstanten Fahrt abweichen: Angenommen es geht geradeaus, der Motor arbeitet im Magermix, eine leichte Steigung kommt und man bleibt stur im Magermix, dann verliert der Wagen zwangsläufig an Geschw. Wieviel kann man dem Hintermann zumuten, 40 (eher nicht), 45, ja 45 sollte es akzeptieren. Hat man in der Steigung 45 erreicht, beschleunigt man mit Vollgas auf 55 und geht dann flugs wieder in den Magermix, bis man wieder bei 45 ist, wieder Vollgas usw. Das gibt einen leichten Sägezahn und der Hintermann glaubt, dass man besoffen ist. :) Hält er genügend Abstand, merkt er davon nix, vor allem wenn er selbst besoffen ist. :D Jedenfalls erreicht man mit diesen zwei Fahrmodi (1 und 5) einen insgesamt tieferen Verbrauch als mit allen anderen Modi, die man angewendet hätte, würde man mit konst. Geschw. den Berg hochfahren.

Das ist Trick Nr. 1, möglichst viel Magermix unterstützt mit dosiertem Vollgas

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 02.04.2010, 17:39 
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Fahrmodi Verzögerung alte Version (neue Version weiter unten)
- 1. Magermix 2l/100 km
- 2. leichte Talfahrt Schubabschaltung 0l/100 km, leichter Regen
- 3. stärkere Talfahrt Schubabschaltung 0l/100 km, Bremse antippen voller Regen
- 4. noch stärker. Bremse stärker treten, denn erst jetzt kommen die Bremsscheiben ins Spiel.
- 5. Start/Stop

Wünschenswert: 1, 2, 3, 5
Weniger: 4

Bei 2 fällt mir in der Praxis auf, dass es manchmal des Guten zuviel ist, leichter Regen und Schubabschaltung verzögern den Wagen zu stark. Dann gehe ich kurz in den Magermix und gleiche das aus, wenn ich sagen wir 45 nicht unterschreiten möchte.
3 ist perfekt, denn man gewinnt einen Grossteil der kinetischen Energie zurück.
4 ist unerwünscht, weil damit die Energie statt in der IMA-Batterie, in den Bremsscheiben verpufft, aber manchmal kommt man einfach nicht darum herum.
5 ist cool: unter 30 km/h arbeitet die Start/Stop-Automatik. Fährt man an einen Kreisel, ca. 20-50 m vorher Gang raus, Bremse unter 30 km/h kurz antippen, der Motor stellt ab, ohne Motor um den Kreisel und erst dann wieder Gang rein (= Motor an), wenn man wieder zu beschleunigen hat.

Sägezahn bei Runter/Rauf
Kombiniert man die Erkenntnisse von oben, ergeben sich daraus ein paar interessante Folgerungen: Angenommen, ich fahre wieder (einmal mehr) 50 geradeaus im Magermix. Ich sehe weiter vorne eine leichte Steigung. Ich fahre im Magermix weiter und würde es sogar zulassen, auf 55 zu gehen, denn der Wagen verliert im Magermix an der Steigung automatisch an Schwung. Unabhängig davon, ob ich im Magermix die 55 vor der Steigung schaffe, ich will im Magermix bleiben. Irgendwann wird der Wagen so langsam, dass ich beschleunigen muss, am effizientesten mit dem IMA, den gibt es mit Vollgas. U.U. werde ich dann sogar etwas zu schnell (55), was ich toleriere, wenn ich z.B. sehe, dass es noch mehr bergauf geht. Was mal raufgeht, geht auch mal runter. Habe ich die 'Bergpitze' erreicht, schaue ich, dass ich dort nicht mit 55 ankomme, sondern mit 45, denn im Magermix lässt sich der Wagen sehr schnell wieder auf 50 bringen.

Aus all diesen Überlegungen zeigt sich, dass ein Tempomat eigentlich suboptimal ist. Komfort hat halt schon immer etwas gekostet.

Mit MIMA werden beide Systeme voneinander entkoppelt. Heisst, ich kann im Magermix versuchen, mit vollem Assist den Berg hochfahren. Da dabei der Benzinmotor nicht unterstützt, braucht man dazu deutlich mehr Batteriesaft. Hier ist Augenmass und viel Erfahrung gefragt. Aber die Batterie ist zum Brauchen da, denn dauernd mit voller Batterie herumzufahren, ist nicht so toll, weil man die Ressourcen nicht anzapft. Einzige Ausnahme: Hypermiler scheuen den Batterieeinsatz wie der Teufel das Weihwasser, aber so kann man auf unseren europ. Strassen einfach nicht fahren, weil man selbst Fahrradfahrer noch aufhalten würde.

Soweit so gut.

Disclaimer: Bei allen Geschw. gehe ich davon aus, dass der Tacho 5 km/h Voreilung hat. Es soll niemand den Eindruck erhalten, dass ich innerorts mit 55 weg ein paar Tropfen Benzin rumfahre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 02.04.2010, 17:54 
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Super anleitung Thomas.


An Insightcentral & CleanMPG habe ich gelesen das wenn mann längere strecken in leanburn / magermix fährt der wagen
ab & zu aus leanburn / magermix rausgeht um die NOX zu verbrennen, danach kann mann wieder im LB / MM weiterfahren.

Ist dies nur ein US phänomen, oder tun die Euro Insights dies auch. ?

Und alles selbstwerständlich nur mit MT da der CVT ja kein leanburn hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 02.04.2010, 18:51 
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Ja, das ist so. Ohne dass man die Gaspedalstellung verändert, spürt man einen ganz leichten Ruck, der Wagen wird minim schneller und die Verbrauchsanzeige springt von 2l auf 4l/100 km. Nach ein paar Sekunden ist der Spuk vorbei.
Der Wagen ist prakisch baugleich mit dem US-Modell.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 03.04.2010, 14:36 
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Ich finde leider keine bilder von der verbrauchsanzeige im Euro version, wie ist der skaliert. ?

US sind ja 0 MPG links und dann bis 150 MPG rechts, in 50 MPG schritte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 03.04.2010, 15:17 
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faxe hat geschrieben:
Ich finde leider keine bilder von der verbrauchsanzeige im Euro version, wie ist der skaliert. ?

Hier hat es ein Bild dazu: http://www.honda-insight.ch/forum/viewtopic.php?f=10&t=207

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 03.04.2010, 15:41 
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Danke, hatte ich total übersehen.

Ist also beim euro version dann umgekehrt, hier gilt es die anzeige links zu halten und beim US version rechts zu halten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 03.04.2010, 17:45 
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Noch nirgends habe ich in den 1 1/2 Jahren Insightianerdasein solch klare Empfehlungen ueber den Umgang mit dem Gaspedal und der Gangschaltung gelesen, wie man mit einem MT richtig oekonomisch faehrt, wie Thomas das hier beschreibt.

Nur vom Mitlesen gewinne ich den Eindruck, dass "richtig oekofahren" gelernt sein will und dass Du dabei sehr oft auf das wohltuend gruene Display schauen musst. Autofahren wird wieder richtig zu einem Handwerk...

Und ich sitze da in meinem CVT Cockpit und kann mit Magermix nichts anfangen - weil Magermix motorphilosophisch in Verbindung mit dem CVT nicht konzipiert worden ist : sosehr ich auch danach trachte meine Momentanverbrauchs-Anzeige auf 2 Liter/100 km zu bringen, so gelingt mir das allenfalls bei der Schubabschaltung und dabei setzt dann leider auch REGEN ein und bremst mir zu stark. Das waere einer der Momente, wo ich mit dem MIMA intervenieren koennte und REGEN blockieren koennte.

Ich kann Thomas jetzt nicht :headshake: darum bitten eine Anleitung fuer einen "schaltfaulen" CVT Fahrer zu schreiben. Schliesslich habe ich mich selbst zur notorischen Untaetigkeit verurteilt, indem ich ja mit der Kaufentscheidung mich seinerzeit fuer die Schalt-Untaetigkeit entschieden hatte. Mich hatte aber damals auch SULEV, die noch bessere Umweltfreundlichkeit zum CVT Kauf bewogen. Und schliesslich hatte die Ehefrau ihr Veto eingelegt gegen den MT. :kratz:

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Vom 4.09.2010 bis 13.04.18 Bild mit 92 g CO2/km im 2006 Insight CVT und
seit 20.04.2014 Bildmit 103 g CO2/km im 2010 Insight 1,3 i Elegance


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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 03.04.2010, 19:02 
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Bernd Silberflunder hat geschrieben:
Ich kann Thomas jetzt nicht :headshake: darum bitten eine Anleitung fuer einen "schaltfaulen" CVT Fahrer zu schreiben.

Stimmt, ökonomisches Autofahren will komplett neu erlernt sein. ;) Dein Vergleich ist durchaus angebracht. Vor 100 Jahren war Autofahren wohl richtige Knochenarbeit. Der Insight verlangt vor allem intelligentes Fahren.

Wenn wir gerade bei der Intelligenz sind: Einer der wichtigsten Tips überhaupt ist der Abstand zum Vordermann. Je mehr Abstand, desto mehr Flexibilität. Das leuchtet vor allem dann ein, wenn man sich veranschaulicht, dass man nur 10 Meter Abstand hätte (Windschattenfahren). Bremst der Vordermann stark ab, muss man auch stark abbremsen. Je grösser der Abstand, desto sanfter kann man bremsen, wenn der Vordermann einem aufzwingt und so lädt man die Batterie. Je 'unintelligenter' der Vordermann fährt, desto unintelligenter der Hintermann fahren muss, wenn er zu wenig Abstand hält. Wie geht die Präventionskampagne: Sie fahren mit Abstand am besten. 8-)

Um mit einem Vorurteil aufzuräumen: Der Insight ist kein Verkehrshindernis, im Gegenteil. Man regt sich eher über Leute auf, die mit 40 in der 50er Zone schleichen, weil man dann nicht in den 5ten Gang gehen kann. :roll: Ausser auf der Autobahn, da lasse ich es bei 105 km/h gut sein. Ab dieser Geschwindigkeit kann man den Magermix immer weniger ausnutzen.

Leider bin ich den CVT nie gefahren, um Empfehlungen abgeben zu können. Mit dem variablen Getriebe verliert man einen Freiheitsgrad. Gibt man Gas, hat Honda die optimale Mischung aus Motorlast, IMA-Unterstützung und Getriebeübersetzung berechnet. In die kann man nicht eingreifen, sie wird einem quasi aufgezwungen, leider. Mit MIMA gewinnt man einen Freiheitsgrad zurück, aber die vom Gaspedal abhängige, variable Übersetzung bleibt. Man kann dann z.B. nicht im 5ten mit Volllast den Berg hochstemmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 03.04.2010, 22:42 
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Einen der wichtigsten und einfachsten Tips - Abstand zum Vordermann zu halten - hat mich wirklich mein Insight gelehrt. Obwohl das so eine Binsenweisheit ist, wird diese von gestressten Autofahrern einfach ignoriert.
Was beim willkürlichen, ich sag mal - contraproduktivem Bremsen - so alles verschlissen und vernichtet wird, ganz abgesehen von nervösen, zuckenden Fussbewegungen am Gaspedal, davon leben Autoteile-Zulieferer, die Pneuhersteller und der Garagist (sofern man nicht ein DIY Schrauber oder Mechanikus ist :--)

Denke mal, wenn sich beim nutzlosen Verschwenden/Vernichten von kinetischer Energie sich dem Autofahrer in äquivalenter Intensität zum Bremsen so ne Art von Stachel rechts und links ins Sitzfleisch bohren würde... ... ... AUAAAAAAAA :ohno:

Ach übrigens: Gedanken oder Vergleiche mit der SadoMaso-Szene sind nur rein zufällig :D
Frohe Oster- :idea: Festtage Euch allen !

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 01.05.2010, 21:44 
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TRI hat geschrieben:
Fahrmodi Verzögerung
- 1. Magermix 2l/100 km
- 2. leichte Talfahrt Schubabschaltung 0l/100 km, leichter Regen
- 3. stärkere Talfahrt Schubabschaltung 0l/100 km, Bremse antippen voller Regen
- 4. noch stärker. Bremse stärker treten, denn erst jetzt kommen die Bremsscheiben ins Spiel.
- 5. Start/Stop

Ich habe wieder etwas dazugelernt. :) Es gibt eine weitere Option zwischen Punkt 1 und 2. Bei Talfahrt kann das Gefälle zu wenig stark sein, so dass man an Geschwindigkeit verliert, wenn leicht regeriert wird und der unnötige Widerstand, der beim 'Luftpumpen' in den Zylindern entsteht, zu überwinden ist. Man muss zwischendurch kurz Gas geben, um wieder auf Tempo zu kommen.
Die folgende Option könnte vorteilhaft sein (bin mir aber nicht sicher):
1/2: Auskuppeln und talwärts rollen.
Man hat dann zwar kein Regen und der Verbrauch steigt dann von 0 auf ca. 1 l/100 km. Ob es besser ist, kann ich noch nicht so recht beurteilen. Das hängt auch vom Ladezustand der Batterie ab. Wenn sie schon voll ist, dann muss ich sie nicht noch mehr füllen. Dann könnte die Rechnung aufgehen. Wenn sie aber leer ist, muss ich irgendwann man laden, abhängig davon, auf wieviel Höhenmeter man gerade ist und was man die nächsten km vor sich hat.

Gerade in diesem Punkt freue ich mich auf das FAS (forced autostop) von MIMA, mit dem man praktisch bei jeder Geschwindigkeit den Gang rausnehmen und auf Knopfdruck (oder so ähnlich) einen autostop vollziehen kann. Man kann dann z.B. mit Tempo 80 talwärts düsen, muss ausser auf Klima auf nichts verzichten und fährt mit 0 LHK und ohne Regen, bis der Wagen an Geschwindigkeit verliert, schaltet in den 5. und beschleunigt dann wieder leicht. Die Amerikaner nennen das segeln. Da liegt einiges an Verbrauchseinsparung drin, weil man die Pumpverluste des Motors ausschaltet oder weil man eine volle Batterie nicht noch mehr füllen muss.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 25.07.2010, 11:07 
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Leider kann ich es gerade nicht überprüfen, aber ich glaube es gibt da noch eine weitere Stufe zwischen 1 und 2.
-Schubabschaltung, kein REGEN.
Diesen Modus erreicht man meines Erachtens, wenn man während Stufe 2 für etliche Sekunden auskuppelt und dann wieder einkuppelt.
Ich kann es derzeit leider wegen fehlendem Gefälle und fehlendem Fahrzeug nicht überprüfen.

Aber FAS ist natürlich die Ideallösung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 25.07.2010, 11:37 
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ZE1-194 hat geschrieben:
...es gibt da noch eine weitere Stufe zwischen 1 und 2.
-Schubabschaltung, kein REGEN...

Korrekt! Danke für den Hinweis! :)
Fährt der Wagen im 5. Gang talwärts und wird dabei langsamer, hört der REGEN bei weniger als 50 km/h auf, dasselbe im 4. bei 40, im 3. bei 30 und im 2. bei 20. Man hat dann nur Schubabschaltung und beschäftigt damit nur den Motor mit Luftpumpen, was ich aber als unerwünscht erachte, denn bei meinen bisherigen Fahrten mit IMA hat sich herausgestellt, dass ich beim 'Segeln' (FAS) am meisten einspare.
Diesem Betriebszustand gehe ich aus dem Weg und benutze FAS (IMA voll) oder schalte runter (IMA leer), damit er die Batterie wieder lädt. Ich passe die Liste oben an.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 25.07.2010, 22:01 
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Fahrmodi Verzögerung neue Version
- 1. Magermix 2l/100 km
- 2. leichte Talfahrt Schubabschaltung 0l/100 km, leichter Regen (oberhalb 1100-1200 rpm)
- 3. leichte Talfahrt Schubabschaltung 0l/100 km, kein Regen (knapp oberhalb Leerlaufdrehzahl)
- 4. leichte Talfahrt Gang raus und gleiten
- 5. stärkere Talfahrt Schubabschaltung 0l/100 km, Bremse antippen voller Regen
- 6. noch stärker. Bremse stärker treten, denn erst jetzt kommen die Bremsscheiben ins Spiel.
- 7. Start/Stop

Sehr erwünscht: 5, 2, 3 in dieser Reihenfolge
Wünschenswert: 4, 1, 7
Unerwünscht: 6

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 12.05.2011, 06:22 
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Kann eure Erfahrungen nur bestätigen! Und meinen Senf dazu geben:

1. Wir haben in den letzten 10 Jahren immer wieder neue Honda-Hybride mit CVT-Getriebe getestet - wir konnten keinen so richtig sparsam fahren (weshalb auch der Insight immer die bessere Wahl blieb). Entgegen der Meinung meines Händlers bin ich davon überzeugt, dass ich besser und sparsamer schalte, als das ein CVT-Getriebe kann

2. Man lernt tatsächlich eine völlig andere Fahrweise. In der Zeit, in der Jens seinen Insight nun schon fährt, habe ich vier andere Hondas gefahren: einen Civic mit 114 PS, einen Civic Type-R mit 200 PS, einen Honda Jazz mit 90 PS und jetzt den CR-Z Hybrid. Alle vier habe ich ein ganzes Stück unter dem angegebenen Durchschnittsverbrauch gefahren und zwar dauerhaft. Selbst der Type-R kam mit weniger als 8 Litern hin.

3. Vorausschauend fahren ist die Devise und die lohnt sich mit jedem Auto! Seit ich Insight fahren gelernt habe, drücke ich fast bei allen Fahrzeugen den Spritverbrauch. Gerade bei uns auf den Lanstraßen sieht man die Highspeed-Überholer spätestens an der nächsten Ampel wieder... :D

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 Betreff des Beitrags: Technisches Fahren mit dem Insight: Rein elektrisch mit dem
BeitragVerfasst: 17.09.2011, 17:23 
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I1_2000 hat geschrieben:
... Leider bin ich den CVT nie gefahren, um Empfehlungen abgeben zu können. Mit dem variablen Getriebe verliert man einen Freiheitsgrad. Gibt man Gas, hat Honda die optimale Mischung aus Motorlast, IMA-Unterstützung und Getriebeübersetzung berechnet. In die kann man nicht eingreifen, sie wird einem quasi aufgezwungen, leider. Mit MIMA gewinnt man einen Freiheitsgrad zurück, aber die vom Gaspedal abhängige, variable Übersetzung bleibt. Man kann dann z.B. nicht im 5ten mit Volllast den Berg hochstemmen.
Auch mein CVT gewinnt mittels MIMA einen Freiheitsgrad zurück :!:
Was ich mir in der 'Vor-MIMA Ära' niemals hätte träumen lassen: im Zusammenspiel mit der Schubabschaltung kann ich sogar rein elektrisch fahren und das geniesse ich des öfteren beim Durchfahren von Ortschaften mit 50 km/h Limit oder in Chur in verkehrsberuhigten Zonen bei Tempo 30 oder auf ebener Strecke zwischen den Ampeln.
Meine IMA Batterie verträgt das ganz gut und hat erstaunlich viel Ausdauer, spendet dem E-Motor den nötigen Saft und schiebt die alu-leichte Flunder zusammen mit meinen festen und flüssigen Pfunden so etwa 200-300 m emissionsfrei durch die Allee oder durch die Häuserzeilen. Sprints sind rein elektrisch allerdings nicht drin, sind aber auch total sinnlos. Dabei fahre ich so, dass ich nicht zum Verkehrshindernis werde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Technisches Fahren mit dem Insight
BeitragVerfasst: 04.11.2013, 13:45 
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Beiträge: 345
Sanne hat geschrieben:
Alle vier habe ich ein ganzes Stück unter dem angegebenen Durchschnittsverbrauch gefahren und zwar dauerhaft.

Strohwitwer- und reparaturbedingt konnte ich die letzten Tage die Familienkutsche fahren, einen Zafira. Also alles gleich - Fahrgäste, Strecke, Fahrweise - nur das Auto nicht. Es war kein Problem, mit der ins Hirn gebrannten Insightfahrweise den Normverbrauch von 5.2l Diesel hinzukriegen. Und da kann man 6 Leute mitnehmen und nicht nur einen. Die neuen Autos sind schon erstaunlich, auch ohne Elektromotor (aber eigentlich sind's auch Elektroautos, bei der modernen Regelungstechnik). Schubabschaltung, großer Gang, Rollen wo geht, langsam beschleunigen, möglichst nicht bremsen - das bring's immer noch am meisten.

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