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 Betreff des Beitrags: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 21.06.2010, 18:31 
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Ab heute wird hier gesetzlich 5 % Bioethanol im benzin beigemischt & ab 2011 wird 7 % Biodiesel im diesel beigemischt.

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John

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 21.06.2010, 18:39 
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Was bedeutet das für den Insight und die Verbrauchswerte? 100 mpg ade?

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 21.06.2010, 18:43 
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Schwer zu sagen.... obs ab jetzt 3,3 LHK sind oder eben nur 3,29..

Time will tell.

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John

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 21.06.2010, 19:38 
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5% Bioethanol verbrennt der Insight klaglos, und vielleicht muss dann "lean burn entry" auf der LED Skala angepasst werden und der Verbrauch steigt etwas - 100 mpg rückt weiter in die Ferne, und hinten aus dem Auspuff kommt etwas Geruch von Holzgeist heraus... ich kenn' das schon :D
ich bin schon mal so GRÜN gefahren. 8-)

EDIT: vielleicht experimentieren wir dann mal mit einer Mischung des ABE-Cocktails (=Aceton-L-Butanol-Ethanol), darüber ist schon an anderer Stelle mal geschrieben worden:

Da ist mir letztes Jahr etwas untergekommen über ein Benzinadditiv - ich hab sofort an Flashlube denken müssen. Wir wissen ja auch nicht, was da eigentlich so Zauberhaftes drin ist.
Aceton kann übrigens biologisch durch Fermentation hergestellt werden in Verbindung mit Ethanol und Butanol, kurz ABE genannt.

AUSZUG:
Ein Gemisch von Aceton, Butanol und Ethanol (ABE) im Verhältnis 3:6:1 kann als
Treibstoffzusatz für Kraftfahrzeuge verwendet werden. Es kann sowohl Benzin- als
auch Dieseltreibstoffen beigemischt werden (Danner et al. 1999, S. 397). ABE als
Treibstoffzusatz weist folgende Vorteile auf:
• ähnlich hoher Heizwert wie Kohlenwasserstoffe,
• vollständige Mischbarkeit mit Kohlenwasserstoffen, selbst in Anwesenheit von Wasser,
• Erhöhung der Klopffestigkeit des Treibstoffes,
• Förderung der vollständigen Kraftstoffverbrennung, dadurch Beitrag zur Verminderung
der Kohlenmonoxidemissionen (Gapes 2000, S. 7).


Hier nachzulesen.
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2380.pdf

Ich denke, dass im shell 100 oktan sogar schon Aceton enthalten ist, nur wird das nie jemand erfahren, was wirklich dort beigemengt ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 09.08.2010, 23:21 
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Wieviel Bioethanol im Sprit in unseren Hybrids - egal ob Honda oder Toyota - ist denn überhaupt möglich?

Als Messlatte lege ich hier nicht das prioritär erstrebenswerte Ziel eines Hypermilers zugrunde - mpg, sondern eine Reihe von anderen Fakten, die diesen Brennstoff im Tank unserer Autos in nächster Zukunft noch interessanter machen werden, als bisher.
Es stellen sich eine Menge technischer Fragen - PRO's und CONTRA's - wie Materialverträglichkeit der Legierungen der Motoren, Teile des Kraftstoffkreislaufs, wie Tank, Kraftstoffpumpe, Kraftstoffleitungen, Einspritzventile, Dichtungen; Brennwert im Vergleich zu Benzin, Klopffestigkeit, sowie PRO's in ökologischer Hinsicht mit Reduktion umweltbelastender Stoffe, CO2, NOx, HC und krebserzeugende aromatische Substanzen und nicht zuletzt auch rechtliche Fragen um die Betriebserlaubnis von nachgerüsteten Fahrzeugen - ABE's - sowie versicherungsrechtliche Aspekte.

Die serienmässig käuflichen FFV's (Flexi Fuel Vehicles) von SAAB, VOLVO und FORD seit 2008 sind wohl die ersten auf dem europäischen Markt gewesen. Und wir schauen immerhin auf 30 Jahre Entwicklung zurück. Fahrzeuge für diesen Mischkraftstoff oder für E95-Kraftstoff (vergälltes Rohethanol) sind bereits seit Anfang der 80er Jahre auf dem Markt, vorallem in Brasilien ist diese Technologie wohl am meisten verbreitet.

Wenn wir unsere nicht ab Werk als FFV gerüsteten Insights und Prius' auch mit mehr als 5% Bioethanol betreiben wollen, gibt es Bereiche, wo das originale Steuergerät nicht mehr mitmacht und das Brennstoffgemisch als nicht zündfähig "erkennt", vorallem, wenn es um Bioethanol 100 geht.

Zitat Wikipedia:
Je höher der Anteil von Ethanol in einer Benzin-Ethanol-Mischung ist, umso weniger ist er für unmodifizierte benzinbetriebene Motoren geeignet. Reines Ethanol reagiert mit oder löst Gummi sowie Kunststoffe (z. B. PVC) und darf daher nicht in unveränderten Fahrzeugen verwendet werden. Außerdem hat reines Ethanol eine höhere Oktanzahl als übliches Benzin, was eine Änderung des Zündzeitpunkts ermöglicht. Wegen des geringeren Heizwertes muss der Durchsatz der Einspritzdüsen angepasst werden. Reine Ethanolmotoren benötigen auch ein Kaltstart-System, um bei Temperaturen unterhalb von 13 °C eine vollständige Verdampfung des Kraftstoffs in der Kaltlaufphase sicherzustellen. Bei 10 bis 30 % Ethanol-Anteil im Benzin sind gewöhnlich kaum Umbaumaßnahmen notwendig. Nicht alle großen Autohersteller garantieren eine störungsfreie Funktion des Motors bis zu einem Anteil von 10 % Ethanol, weil zum Beispiel unbeschichtete Aluminiumkomponenten angegriffen werden können. Seit 1999 werden eine zunehmende Anzahl von Fahrzeugen in der Welt mit Motoren ausgerüstet, die mit jedem möglichen Gemisch aus Benzin und Ethanol von 0 % Ethanol bis zu 100 % Ethanol ohne Änderung betrieben werden könne


Es werden auf dem Markt inzwischen einige Steuergeräte angepriesen, die es gestatten vollautomatisch bis zu 100% Ethanol im Tank im Motor zu verbrennen.
Während des Urlaubs habe ich mal recherchiert und folgende Links gefunden - die Liste wird noch erweitert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Flexible_Fuel_Vehicle
http://www.ethanol-tanken.com
http://www.e85info.eu/
http://www.t-ec2.eu/ oder: http://www.t-ec2.de/
http://www.e85.biz/
http://www.ethanoltechnik.de/
http://www.fuelcat.de/tankstellenin-eur ... hweiz.html

Honda Civic Hybrid Umrüstung auf Betrieb mit Ethanol E85
http://www.motor-talk.de/forum/honda-ci ... 51599.html

zur Verträglichkeit von Ethanolbeimischungen für ältere Fahrzeuge:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 97,00.html

http://www.greenspirits.at/
http://www.bec2.de/start.php
http://ethanol.amortisationsrechner.de/

FFV Steuergeräte - die wenigsten Geräte besitzen eine ABE:
EMC, Delta, sparflex, totalflex u.a.

http://www.e85info.eu sparflex
http://www.ethanol-mix-control.de/ EMC
http://www.totalflex.de
Delta scheint wohl baugleich mit EMC zu sein

greenspirits: http://www.greenspirits.at/shop.html

Informativer Artikel über: E85-Steuergeräte - - Märchen oder Wahrheit?
http://www.motor-talk.de/forum/e85-steu ... 18051.html
Der letzte Abschnitt darin gibt Auskunft über die Frage zur Abnahme durch den TÜV

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 10.08.2010, 18:45 
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Hallo Bernd

Beeindruckende Liste, vielen Dank dafür.
Da muss ich mich aber jetzt erst einlesen...

Gruss, Knoli

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Mein Fahrzeug: Mainstream Hybride Prius II
Bild (Na sowas, ich bin der Forumsschluckspecht.....)


Aber in der Familie gibts ja auch noch den "Knight Rider".
Schön schwarz und ein Insight 2.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 12.08.2010, 01:07 
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Technische Probleme bei der Verwendung höherer Ethanol-Konzentrationen im Sprit

Hier zitiere ich von einem Mitglied aus dem MOTOR TALK Forum ein recht informatives posting, welches ich vor geraumer Zeit zunächst nur für mich kopiert hatte. Ich werde mich bemühen den Namen des Autors bzw. die genaue Quelle wieder zu finden und später hier editieren.

Zitat:
Eines der Hauptprobleme bei höherer Ethanolkonzentration (> 20%) ist die Abgastemperatur. Diese sieht man aber im Kühlwasser oder Öl kaum wieder, weil ja die Energiebilanz des Motors nahezu unangetastet bleibt, die Anteile, die im Öl oder Kühlmittel landen, ändern sich also fast nicht, ebensowenig der Anteil „Nutz“-Energie auf der Kurbelwelle. Einziger Unterschied ist (ähnlich wie bei CNG-/LPG-Motoren, daß das Abgas eine geringere Wärmekapazität hat. Es muß daher, um die gleiche Wärmemenge, wie im Benzinbetrieb, abzuführen, ein höheres Temperaturniveau einnehmen. Dies führt oft im Vollastbereich zu Problemen am Ventiltrieb, sprich Ventilspielverlust am Auslassventil. Maßgeblich dafür ist in erster Linie die Ventiltriebskonstruktion. Vielfach liest man (auch bei LPG- oder GNG-Anwendungen) von „zu weichen“ Ventilsitzen, das ist aber eigentlich falsch. Entscheidend ist, wie gut der Wärmeübergang an den Zylinderkopf funktioniert und wieviel Ventilspielverlust ein Motor verkraften kann, bevor die Ventile Schaden nehmen. Bei direkt betätigten Tassenstößeltrieben (wie z.B. in einigen Ford-Motoren) ist schon 0.1mm Ventileinschlag kritisch. Rollenschlepphebeltriebe in Verbindung mit hydraulischem Ventilspielausgleich vertragen u.U. bis zu 1mm Einschlag ohne Probleme. Die Leute glauben dann immer, diese Motoren wären für Gas, Ethanol oder was auch immer besser geeignet, weil sie härtere Ventile/Ventilsitze hätten, das ist aber Unsinn.

Ein weiteres Problem ist das Kraftstoffsystem. Es gibt Kunststoffe, die von Ethanol angegriffen werden (es werden Weichmacher herausgelöst und das Zeug wird spröde), andere nicht oder weniger. Was man machen kann, ist sich vom Händler ein paar für sein Fahrzeug passende Dichtungen und Kraftstoffleitungen zu besorgen und ein halbes Jahr oder so in Spiritus einlegen. Was bis dahin hält, hält wahrscheinlich auch länger. Kunststofftanks sind wahrscheinlich kein Problem. Kraftstoffpumpen leiden gern an Elektrolytkorrosion. Ethanol ist ganz gut leitfähig, das heißt die Plus- und Minus-Pole der im Tank „nass“ verbauten Pumpe wirken wie ein galvanisches Element, und Material wird am einen Pol abgelöst und am anderen angepappt. FFV’s umgehen das meist mit einem extra verbauten Wechselrichter und einer wechselstromgetriebenen Pumpe. An der Einspritzleiste kann es zu Korrosionsproblemen kommen, wenn diese aus Aluminium ist, dies kann zu verstopften Düsen führen. Kunststoff- oder Edelstahlrails haben dieses Problem nicht.

Ein weiteres Problem bei Ethanol ist das Motoröl. Durch die höhere Kraftstoffmenge (bei E85 über 30% Mehrmenge) ist natürlich bei jedem Kaltstart (und auch ein Start im Sommer bei 30°C ist ein Kaltstart ! ) die an der Zylinderwand kondensierende Kraftstoffmenge größer, und damit die Menge, die ins Öl gelangt. Dadurch wird die Viskosität herabgesetzt und es leiden „die üblichen Verdächtigen“ abrasiven Verschleißes darunter, wie Kolbenhemd, Kurbelwellenhaupt- und Pleuellager. Dieser Effekt ist meist zeitlich begrenzt. Alkohol verdampft bei 78°C und somit verflüchtigt er sich auch wieder aus dem Öl, wenn dieses auf Betriebstemperatur kommt (und wird der Ansaugluft über die Kurbelgehäuseentlüftung wieder zugeführt). Aber das Problem besteht bei jedem Start. Hier hilft ein etwas besseres Öl. Die Ford FFV verwenden z.B. statt des Standard 5W-30 ein 5W-40 Vollsynthetiköl. Ebenfalls wird auf die Dauer das Öl in seinen chemischen Eigenschaften eher verschleißen, weswegen FFV’s kürzere Wechselintervalle haben, was man vielleicht beim Experimentieren im Standardfahrzeug beachten sollte. Durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen oder Kolbenböden sind eher kein ethanolspezifisches Problem. Dies sind meist Glühzündungs- oder Klopfschäden, darunter leiden Ethanolmotoren kaum.

Die größte Änderung bei FFV-Fahrzeugen ist immer die Motorsteuerung, d.h. die Einspritzmenge richtig zu dosieren, und die Zündung anzupassen. (die Abgastemperatur ist stark von der Zündung abhängig - richtig geregelt, werden hier Schäden vermieden, das kann natürlich kein Standardfahrzeug). Vielfach gibt es für horrende Summen sognannte Ethanolumrüstkits. Ich halte das aber für plumpe Abzocke. Es sind einfache Steuergeräte, die die Einspritzmenge erhöhen. Den größten Teil der benötigten Einspritzmengenanpassung regelt aber JEDES Steuergerät über die Lambdaregelung völlig automatisch. Probleme gibt’s nur im Vollastbetrieb, wo die Lambdaregelung meist übergangen wird und das Steuergerät sich etwas hochrechnet. Aber hier kann auch ein Zusatzkit nicht mehr auf ein Lambdasignal zurückgreifen, es spinnt sich also genauso irgendwas zurecht. Vielleicht macht es das etwas genauer als das Originalsteuergerät, und vielleicht erlaubt es auch Vollastmengen, die das Originalgerät schlichtweg nicht kennt, mehr aber auch nicht. Entscheidend ist, daß es – genau wie ein „normales“ (also Nicht-FFV) Steuergerät die Einspritzmenge über eine längere Einspritzzeit korrigiert. Dies kann u.U. zu höherem Verschleiß führen, wenn man zu Zeiten innerhalb der Ventilsteuerzeit einspritzt, wo dies eigentlich nicht vorgesehen ist (und schaden kann, wenn die Einspritzdüse durchs offene Ventil direkt auf die Kolbenwand pinkelt). Echte FFV’s haben größere Einspritzdüsen, die einen höheren Durchfluß haben. Dies beinhaltet aber kein Umrüstkit.

Zusammengefaßt gesagt, kann man mit den meisten Fahrzeugen (natürlich nur Benziner) etwas um E20 relativ problemlos fahren. Höhere Konzentrationen macht der Motor funktionell meist auch klaglos mit, je nachdem welche Einspritzmenge das Steuergerät bewerkstelligen kann. Was man nicht direkt sieht, ist natürlich der Verschleiß. Ich lese hier öfters „Ich hab E85 probiert und es funktioniert einfach – völlig problemlos“. Aber das sind wohl genau die Leute, die dann bei einem Ventilschaden nach 80Tkm am lautesten jammern. Den Verschleiß kann man natürlich mit einer defensiven Fahrweise entsprechend in Grenzen halten (den eventuellen am Kraftstoffsystem natürlich nicht!). Wer sich also dauerhaft dieser FSK unterziehen kann, kann auch längerfristig Spaß am Schnaps im Sprit haben. Leider bietet Ethanol etwas mehr Leistung, eine höhere Klopffestigkeit und einen ruhigeren Motorlauf. Das verführt manche… Wer glaubt, er könne Ethanol nutzen, um bessere Fahrleistungen zu erzielen wird dabei sehr viel Spaß haben, aber leider zeitlich begrenzt, und dann wird’s meist teuer. (Im Motorsport ist aber genau das der Grund, aber da kommt's auf Haltbarkeit auch nicht so lange an).


edit: bei einem Verbrauch zwischen 3,2 LHK Insight MT und 4,3 LHK Insight CVT mag eine Umrüstung zum FFV auf E85 aus rechnerischen Gründen wohl überhaupt erst bei viel höhere Laufleistung als 10'000 km pro Jahr sich amortisieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 10.03.2011, 18:53 
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Die Diskussion über Bioethanol 10% im Sprit schlägt ja hohe Wogen und ist zu einem entzündlich-explosiven Politikum geworden.
Der E10 Gipfel mit Wirtschaftsminister Brüderle, Uweltminister Röttgen, Vertretern der Automobilimdustrie und der Ölindustrie ist zu einer Farce verkommen und es werden hanebüchene Unwahrheiten über die Unbedenklichkeit von E10 verzapft wie auch über die Minderung der Umweltbelastung durch CO2 Reduktion. Alles ist unterm Strich eine Lüge - und am Ende blecht der Bürger. Wenn er mit Motorschaden liegen bleibt, zahlt ihm weder Herr Brüderle, noch Herr Röttgen die Reparaturkosten und die Entschädigung.

Die mündigen Bürger in Deutschland gehen ganz zu Recht auf Boykott-Kurs gegen das staatlich verordnete E10, werden unfreiwillig zur Kasse gebeten, weil aus Sorge um den Motor lieber SuperPlus getankt wird. Aus Protest wird sogar zu einem tankfreien Tag aufgerufen:
http://www.auto.de/blog/showblog/entryI ... -gegen-E10

Edit: Selbst der deutsche Staat lässt die Finger vom umstrittenen Biosprit: Die Polizei in Schleswig-Holstein darf laut offizieller Anweisung ihre Dienstwagen nicht mit E10 befüllen:
http://www.welt.de/.../...darf-Dienstwa ... anken.html

Welch ein Glück in der Schweiz zu leben:
Die Schweiz bleibt E-10-freie Zone in Europa
http://www.faz.net/s/Rub01E4D5377649484 ... ntent.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 11.03.2011, 10:44 
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Ein absolutes Debakel, das hier angerichtet wurde. :headshake: Es soll mich an jenem Tag der Schlag treffen, an dem die Schweiz zur EU beitritt. :!:

Des weiteren habe ich menschlich ein äusserst schlechtes Gewissen, wenn man Quelle des Bioethanols nicht exakt kennt. Wird wirklich garantiert, dass der Stoff nicht aus Brasiliens Zuckerrübenplantagen stammt, die dafür andere Felderarten verdrängt. Solange es Menschen auf diesem Planeten gibt, die nicht genug zu essen haben, solange will ich dafür nicht potentiell noch dafür verantwortlich sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 11.03.2011, 11:35 
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I1_2000 hat geschrieben:
Ein absolutes Debakel, das hier angerichtet wurde. :headshake: Es soll mich an jenem Tag der Schlag treffen, an dem die Schweiz zur EU beitritt. :!:

Des weiteren habe ich menschlich ein äusserst schlechtes Gewissen, wenn man Quelle des Bioethanols nicht exakt kennt. Wird wirklich garantiert, dass der Stoff nicht aus Brasiliens Zuckerrübenplantagen stammt, die dafür andere Felderarten verdrängt. Solange es Menschen auf diesem Planeten gibt, die nicht genug zu essen haben, solange will ich dafür nicht potentiell noch dafür verantwortlich sein.

Es ist höchst bedenklich, auf wessen Kosten in Deutschland die Vermarktung von E10 oder E85 geschieht: da ist Brasilien als Ethanollieferant leider auch dabei, was von Verantwortlichen sogar eingeräumt wird. Und Wälder werden weiter gerodet, um Ackerland für den Anbau von Getreide, Mais, Zuckerrohr umzunutzen. Nahrungsmittelpreise steigen, doch der Hunger in Ländern der 3. Welt wird nicht abnehmen.

In der Schweiz - die hoffendlich allen politischen Versuchen widersteht und in Europa die Insel bleiben wird, die sie dank der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union ist - hat man eine vertretbare Lösung gefunden:
Totalrevision des Alkoholgesetzes Erläuternder Bericht zum Entwurf des Bundesgesetzes über die Besteuerung von Spirituosen und Ethanol (Spirituosensteuergesetz, SStG) vom ... hat geschrieben:
Das in der Schweiz angebotene Bioethanol stammte bis 2008 ausschliesslich aus inländischer Produktion. Im Herbst 2008 stellte Borregaard, der einzige inländische Hersteller von Bioethanol, ihren Betrieb in der Schweiz ein. Seither muss der gesamte inländische Bedarf über Importe gedeckt werden. Obwohl die Einfuhr nicht mehr allein dem Bund vorbehalten ist bzw. der Bund nur noch subsidiär zuständig ist, erfolgt die Versorgung des Inlands mit Bioethanol – mangels anderweitiger Importeure – ausschliesslich durch Alcosuisse, dem Profitcenter der EAV. Alcosuisse bezieht das Bioethanol seit Frühjahr 2009 aus Skandinavien, wo es ausschliesslich aus Holzabfällen hergestellt wird und damit die Nahrungs- und Futtermittelkette nicht konkurrenziert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 11.03.2011, 12:14 
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Dann hoffe ich für uns in der Schweiz, dass die Informationen hinsichtlich Bioethanol stimmen.

Ein herrlich zynisch-sarkastischer Bericht:

Zitat:
zur Verträglichkeit von Ethanolbeimischungen für ältere Fahrzeuge:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 97,00.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 11.03.2011, 15:54 
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der link funzt leider nicht :confused:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 11.03.2011, 16:11 
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Bernd Silberflunder hat geschrieben:
der link funzt leider nicht :confused:

Das ist Dein Link zum Spiegelbericht. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im sprit.
BeitragVerfasst: 11.03.2011, 16:25 
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Mein posting vom 10.August 2010 - dort oeffnet der link problemlos:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 97,00.html

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 Betreff des Beitrags: Bioethanol im sprit: E10 mit negativer CO2 Bilanz
BeitragVerfasst: 18.03.2011, 12:41 
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auto.de hat geschrieben:
Derweil bestätigte Uwe Krengel vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik gegenüber auto.de, dass nach derzeitigem Stand E10 sogar eine schlechtere Umweltbilanz aufweise als herkömmlicher Kraftstoff. Dies sei aus einer Analyse der sogenannten CO2 Pfade hervorgegangen. Besonders die vielen zusätzlichen Arbeitsschritte, die bei der Produktion des vermeintlichen Bio-Kraftstoffs anfallen, verschieben demnach die Umweltbilanz von E10 ins negative. Bei der Produktion wird also mehr CO2 ausgestoßen, als bei der Verbrennung tatsächlich gegenüber rein fossilem Brennstoff eingespart wird. Damit bestätigt Krengel die Kritik vieler Naturschutzverbände, die schon lange Zeit die Bezeichnung Bio-Kraftstoff als Etikettenschwindel bezeichnen.
Autogas ist die umweltfreundlichere Alternative

Professor Thomas Heinze vom Institut "Automotive Powertrain" der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) verweist dabei auf die bessere CO2 Bilanz von Autogas. Der auch unter dem Namen LPG bekannte Kraftstoff reduziert die CO2-Emissionen um durchschnittlich 14,6 Prozent gegenüber herkömmlichem Benzin, "wenn man die gesamte Kette von der Quelle bis zum Rad betrachtet und nicht isoliert auf die Verbrennung im Motor schaut". Derzeit können Autofahrer an über 6000 Tankstellen bundesweit ihre Fahrzeuge auch mit Autogas betanken. Seit 2006 hat sich deren Anzahl auf mehr als 400.000 Fahrzeugen bereits verzehnfacht.


Herr Röttgen, Sie sind den falschen Versprechungen Ihrer Freunde und Berater von Shell und Konsorten aufgesessen - sehr blamabel jetzt, aber es immer noch Zeit Fehler einzugestehen und zurückzurudern als halsstarrig zu sein !

p.s.: Mir ist schon klar, dass Herr Röttgen sich um viel wichtigere Dinge kümmern muss, als sich Belehrungen von einem Hybridfan aus einem kleinen Exotenforum anzuhören... :confused:

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 Betreff des Beitrags: Bioethanol im sprit: Aufruf zum Boykott von E10
BeitragVerfasst: 19.03.2011, 09:59 
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Treibstoff und Energie werden von Tag zu Tag ein immer grösseres und drängenderes Politikum und werfen insgesamt vielfältige Fragen auf.
Die Autofahrer in Deutschland machen das goldrichtig, wenn sie zum zum Boykott von E10 aufrufen und darüberhinaus auch zu den tankfreien Samstagen. Dazu etwas an Hintergrundinformationen:

Target Trader hat geschrieben:
Die Herstellung des Öko-Bezinzusatzes E10 ist so lukrativ, dass große Anlagen installiert werden, um den (staatlich verordneten) Bedarf an "grüner Energie" zu decken. Und ausgerechnet die Akteure aus dem politischen Lager, "die sonst gegen alles sind", unterstützen die Verdrängung der heimischen Getreideproduktion zugunsten des Anbaus von Mais, der speziell für Bioethanol genutzt wird.

Die Tortilla-Krise war erst der Anfang

Unverständlich und grotesk mutet es an, wenn bereits seit 4 Jahren in Südamerika zu beobachten ist, das die großflächige Produktion von Bioethanol zur Verarmung der Massen beiträgt. Hier sei nur an die Tortilla-Krise im Januar 2007 erinnert, die aufgrund des Ökowahnsinns zum Preisanstieg bei Mais führte, sodass sich die Menschen aus den unteren Einkommensschichten das Mehl für ihre Tortilla nicht mehr leisten konnten.

Und dann kommt, was kommen muss. Die Folge sind steigende Preise für alle Ackerfrüchte, die nur noch auf teuren Boden angebaut werden können. Und dann müssen sich Anleger in Diskussionen immer wieder vorhalten lassen, dass sie die Schuld an der Misere tragen. Ich weiß ja nicht, wie Sie, lieber Leser, darüber denken, aber wir müssen uns wirklich nicht die fatalen Folgen einer verfehlten Agrar- und Energiepolitik von sogenannter Experten anlasten lassen.

Quelle: http://www.target-trader.de/

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 23.03.2011, 00:48 
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boersennews.de hat geschrieben:
Autofahrer wollen E10 immer noch nicht
Zwei Wochen nach dem Berliner Benzingipfel zeichnet sich ab, dass die Autofahrer auch nach gründlicher Aufklärung keinen Biokraftstoff E10 tanken wollen

Hamburg (dpa) - Deutschland ist zweigeteilt. Im Osten und im Süden des Landes trifft der Autofahrer beim Tanken auf das umstrittene Bio-Benzin E10 - und verschmäht es. Der Norden und der Westen sind dagegen weitgehend E10-freie Zonen. Und sie werden es auch vorläufig bleiben.

Sowohl Esso als auch Shell haben sich von ihrem Ziel verabschiedet, bis zum Ende des Quartals sämtliche ihrer Stationen in Deutschland auf E10 umzurüsten. Grund: Die Raffinerien im Norden und Westen stellen ihre Produktion nicht um, weil sich der Stoff im Süden und Osten nicht verkaufen lässt. Also gibt es auch keine Versorgung mit E10 für Tankstellen. Sie verkaufen weiter das alte Super E5 mit 95 Oktan und fünf Prozent Ethanol, das es im Süden kaum mehr gibt.

«Ich weiß auch nicht, wie wir dieses Chaos lösen sollen», seufzt ein Hamburger Mineralöl-Manager. Das Verhalten der Kunden an der Tankstelle ebenso wie mehrere nicht-repräsentative Umfragen lassen nur einen Schluss zu: Die Autofahrer sind nicht nur verunsichert, ob die Benzinmotoren ihrer Autos den zehnprozentigen Ethanol-Zusatz im Sprit vertragen. Es geht um mehr: Viele wollen sich nicht vorschreiben lassen, was sie tanken. Oder sie befürchten, mit E10 der Umwelt zu schaden, obgleich das Gegenteil bezweckt war. «Wir müssen zwar weg vom Erdöl, aber nicht auf Kosten der hungernden Kinder in Afrika und Asien», schreibt ein ADAC-Mitglied auf den Internetseiten des Automobilclubs. Er will, dass der ADAC «die Ausbreitung des Bio-Sprits bekämpft».

So weit ist es noch nicht; der ADAC steht formal hinter den Beschlüssen des Benzingipfels und will die Einführung von E10 unterstützen. Doch diese Unterstützung beschränkt sich auf Worte. Gleichzeitig fordert der ADAC, dass eine preisgünstige Ausweichsorte an den Tankstellen erhältlich sein muss, für alle, die kein E10 tanken können oder wollen. Am besten das alte Super mit 95 Oktan und fünf Prozent Ethanol. «Damit versetzt der ADAC E10 den Todesstoß», empört sich Klaus Picard, der Cheflobbyist der Mineralölbranche. Ungerührt kündigt ADAC-Präsident Peter Meyer an, sein Verein werde Tankstellen verklagen, wenn kein günstiges E5-Benzin angeboten werde.

In der Branche gehen nun mehrere Szenarien um. Die Tankstellen- und Raffineriebetreiber hoffen, dass sie doch noch die meisten Autofahrer als E10-Kunden gewinnen können. «Bei der Einführung des bleifreien Benzins hat es einen ähnlichen Aufschrei gegeben», erinnert sich Axel Graf Bülow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Freier Tankstellen (BFT). «Diesmal dauert es vielleicht etwas länger.» Die Mineralölbranche hat mehr zu verlieren als zu gewinnen, wenn die E10-Einführung scheitert. Sie hat hohe Millionenbeträge in die Umstellung auf E10 investiert. «Wir wollen wirklich alles versuchen, damit E10 ein Erfolg wird», sagt Gabriele Radke von der Esso, die an einigen Tankstellen mit niedrigeren E10-Preisen experimentiert. Bislang ohne Ergebnis.

Wenn alles Marketing nichts nützt, muss sich die Branche auf einen dauerhaft veränderten Absatzmix einstellen. «Wir haben keinen Plan B», heißt es aus der Branche. Bislang wurden Benzinmotoren ungefähr zu 95 Prozent mit Super betankt, zu fünf Prozent mit Super plus und höherwertigen Sorten. E10 wird, soviel scheint heute klar, nicht 95 Prozent des Marktes erobern können. Um Super Plus in größeren Mengen herstellen zu können, müssen aber die Raffinerien erneut umgestellt werden, außerdem auch Tanklager und Tankstellen. Das kostet wieder etliche Millionen Euro. Mehr als 20 bis 30 Prozent Super Plus lassen sich aus einem Barrel Rohöl ohnehin nicht herausholen, und das ist eventuell zu wenig zur Versorgung des Marktes.

Zudem ist schon jetzt klar, dass die Branche die geforderte Bio-Quote im Benzin nicht einlösen kann und deshalb hohe Strafen zahlen muss. Die werden dann in den Benzinpreis eingerechnet und bezahlen wird der Autofahrer. In der schwierigen Situation würden sich die Ölfirmen am liebsten mal zusammensetzen und gemeinsam nach Wegen aus der Krise beraten. Aber das geht auch nicht: Viel zu heikel gegenüber dem Kartellamt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 23.03.2011, 11:42 
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Es ist wirklich erschreckend, welches Chaos Schreibtischtäter in unserem nördlichen Nachbarland und Autofahrernation verursachen können. :eek:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 05.04.2011, 19:48 
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Ich habe diesen PDF auf honda.de gefunden, hier wird alle fahrzeuge gelistet mit abkreutzung ob die
E10 fahren kann.

http://honda.de/pdf/E10_Typen-Liste_Automobile_Feb11b.pdf

Für uns hier am forum von interesse sind das alle Honda Hybridfahrzeuge E10 fähig sind.

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John

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 17.06.2013, 15:11 
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Kann es sein, dass der I1 auf Ethanol mit einer starken Verbrauchserhöhung von bis zu 20% reagiert? Wenn ich mir die Daten auf spritmonitor.de anschaue, habe ich diesen argen Verdacht.

Bernd, wo hast Du Dein Ethanol getankt und wieviel %-iges war es?

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 17.06.2013, 16:47 
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Nur insgesamt 2 mal habe ich in Niederurnen/GL E10 getankt :
:arrow: das erste Mal am 26.08.2009 habe ich bloss 5,00 Liter getankt, bin auf Winterreifen Autobahn bewußt sparsam gefahren.
:arrow: das letzte Mal am 24.10.2010 habe ich 10,92 L E10 getankt und bin 326,0 km auf Sommerreifen auch bewusst sparsam gefahren. Der mittlere Verbrauch ist von etwa 4.03 LHK auf 4,34 LHK angestiegen. Genaue Verbrauchsangaben kann ich keine machen, jedoch meine ich einen 'gefühlten Mehrverbrauch' zu haben und bin nie wieder mit 'Holzgeist-Additiv' gefahren. Vorallem möchte ich keinesfalls, dass wertvolle Agrarflächen für die Sprit-Produktion umgenutzt werden. Angeblich soll das E10 in der Schweiz aus Abfällen der verarbeitenden Holzindustrie stammen, doch das kann auch Schönfärberei sein, wer weiss :?:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 18.06.2013, 08:20 
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Unser Barbar weist aber ziemlich gute Verbrauchsdaten auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bioethanol im Sprit: E5 oder E10 ?
BeitragVerfasst: 03.09.2013, 13:43 
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Einen Brennwertunterschied von 2% bei E10 statt E05 wird wohl im Rauschen untergehen.


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